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Cargobeamer am Hengsteysee

CargobeamerDas Thema Cargobeamer am Hengsteysee schlägt immer größere Wellen.
Am 17.10.2012 wurden Vertreter der Firma Cargobeamer zu einer öffentlichen Fraktionssitzung von Hagen Aktiv eingeladen. In der Sitzung sollten Fragen zum Thema Cargobeamer am Hengsteysee beantwortet werden.

 

Das für die Mitarbeiter der Firma Cargobeamer der Standort am Hengsteysee eine beschlossene Sache ist zeigt nicht nur das bei der Bezirksregierung in Arnsberg angestoßene Planfeststellungsverfahren. Der ehemalige Güterbahnhof ist durch seine aus Eisenbahn- und Autobahnsicht günstige Lage der ideale Standort für das Projekt.


Worum geht es eigentlich?
Schon lange gibt es immer wieder die Forderung den Gütertransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Man braucht sich nur die völlig überlasteten Rastplätze auf den Autobahnen anzuschauen um zu sehen das hier Handlungsbedarf besteht.
Bis jetzt scheiterten aber viele Versuche daran, das ein Umladen der Güter auf Eisenbahnwaggons zu Aufwendig ist. Die Verwendung von Containern ist dabei eine Lösung, lässt sich aber nicht für alle Güter und alle Standorte einsetzten.
An dieser Stelle setzt Cargobeamer an.
Bei diesem System werden die Sattelauflieger der LKW mit einem automatisierten System auf Eisenbahnwaggons umgeladen und über große Strecken transportiert. An den Cargobeamer Terminals die sich an zentralen Stellen über Deutschland und Europa verteilen werden können die Sattelauflieger dann an über kurze Strecken an ihr eigentliches Ziel gebracht werden.
Das spart viel Energie und schont die Umwelt.

Um welches Gelände handelt es sich?
BrachflaecheDer ehemalige Güterbahnhof Hengstey war bis zum zweiten Weltkrieg einer der größten Güterbahnhöfe Deutschlands. Nachdem er im Krieg ausgebomt und danach wieder aufgebaut wurde bestand er noch bis in die 70er Jahre. Da es nicht so aussah als ob der Handel in Richtung Osteuropa wieder aufleben würde brauchte man diesen Güterbahnhof nicht mehr. Er wurde nach und nach abgebaut so das heute nur noch eine große Brachfläche mit angrenzender Bahnlinie existiert.
Nach dem Sturm Kyrill im Jahre 2007 wurden die mittlerweile gewachsenen Pappeln auf der Fläche gerodet und ein Nasslager für Sturmholz angelegt welches dann in der nahe gelegenen Papierfabrik verarbeitet wurde.

Wo ist das Problem?
Das vorgesehene Gelände liegt in unmittelbarer Nähe des Hengsteysees. Der Hengsteysee wurde als Naherholungsgebiet für das Ruhrtal und die nähere Umgebung konzipiert. Die ehemalige Infrastruktur am Hengsteysee ist seit der Entstehung vor ca. 80 Jahren immer weiter zurückgebaut worden (Inselgasthof, Strandbad im Hengsteysee). In den letzen Jahren gab es aber immer wieder Bestrebungen den Freizeitwert des Hengsteysees durch zusätzliche Angebote zu erweitern. Dabei wird auch immer wieder das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ins Gespräch gebracht. Wenn man sich ähnliche Gelände an anderen Ruhrseen ansieht kann man sich vorstellen was alles möglich wäre wenn man viel Geld und Enthusiasmus investieren würde.
Im Zuge diverser Ruhrtal-Freizeit-Initiaiven (Ruhrtalradweg, Initiative Ruhrtal) ist schon viel passiert um das Ruhrtal attraktiver zu machen. Leider wurde bei diesen Projekten um die Stadt Hagen immer ein großer Bogen gemacht. Dadurch das die Ruhr-Nachbarstädte Schwerte und Herdecke mit ihren Stadtkernen näher an der Ruhr liegen als Hagen scheint der Hengsteysee immer ein wenig benachteiligter.
Wenn man nun aber z.B. die Besucherzahlen im Freibad Hengstey betrachtet macht es nicht den Eindruck als würden die Freizeiteinrichtungen am Hengsteysee sehr großen Zuspruch erfahren. Einzig die Zahl der Jogger und Wanderer an den Wochenenden zeigt, das der Hengsteysee ein beliebtes Freizeitziel ist.

Welche Bedenken gibt es?
Ein Hauptkritikpunkt ist die Anzahl der LKW die das Cargobeamer-Gelände frequentieren würden. Hier werden Zahlen von täglich bis zu 700 LKW genannt. Diese würden hauptsächlich von der A1 über die Dortmunder Straße das Gelände befahren. Der Verkehr über die Wandhofener Straße in Richtung Hohenlimburg würde warscheinlich auch zunehmen. Dieser Verkehr würde zu dem jetzt schon hohen Verkehrsaufkommen in diesem Bereich hinzukommen. Diese LKW müssten auch irgendwie das Nadelöhr Eisenbahnbrücke am Hengsteysee passieren um das Gelände zu erreichen. An dieser Stelle würden die LKW mit dem Freizeitpublikum am Hengsteysee zusammentreffen.
Das Gelände am Hengsteysee ist Wasserschutzgebiet, da in der Nähe das Wasser für das Hagener Trinkwasser entnommen wird. Dadurch wird eine besondere Sicherung des Geländes notwendig.
Das Cargobeamer Terminal wird zwischen dem Seeweg und der Eisenbahnlinie liegen. Hier wird befürchtet, das die Fahrradfahrer und Spaziergänger Beeinträchtigungen hinnehmen müssen.

Welche Changen gibt es?
Um die Wirtschaft in Hagen ist es nicht wirklich gut bestellt. Hier kann das Cargobeamer Terminal neue Impulse bieten.
Es werden direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen, was in Hagen auch nicht schaden kann.
In den Planungen ist auch eine Erschließung des Uferbereichs am Hengsteysee vorgesehen. Hier gibt es die einmalige Chance durch die anstehenden Baumaßnahmen eine Umgestaltung des Geländes zu erreichen die ansonsten niemals finanziert werden könnte.






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