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Seegeflüster

Seegeflüster 2011 - der Samstag rockte

Sunrise Avenue

Das erste mal ein Abend beim Seegeflüster der schon Monate im Vorhinein ausverkauft war. Das konnte nur gut werden - und es wurde sogar sehr gut. Nach dem verregneten Freitag gab es am Samstag eine Entschädigung mit sommerlichen Temperaturen bei denen man fast die vom Vortag matschige Wiese auf dem Veranstaltungsgelände vergessen konnte.

wiese

So verbreitete sich im schon früh gefüllten Freibad Hengstey schnell eine angenehme Festival-Athmosphäre. Im Gastrobereich der von diversen Getränken bis hin zu chinesischem Essen eine große Vielfalt zu bieten hatte bildeten sich dann auch lange Schlangen. Schließlich wollten die 6000 Besucher auch versorgt werden. Der guten Laune der Zuschauer konnte das aber nichts anhaben.

sascha miskovic

So war um 17.30 Uhr auch schon der Innenraum mit vielen Zuschauern gefüllt die nach einer Begrüßung von 107.7 Radio Hagen Moderator Robin Hiermer von der Hagener Formation Kendis beschallt wurden. Während die vorderen Reihen direkt von der Energie des Sängers Sascha Miskovic angesteckt wurden gab es in den hinteren Reihen ob der Lautstärke teilweise verzerrte Gesichter. Dies mag z.T. auch daran gelegen haben das die Musik von Kendis einen sehr dichten Klangteppich in das Hengsteyer Freibad legte. Sascha Miskovic schaffte es aber mühelos die Menge aufzuwärmen und auf den zweiten Support-Act vorzubereiten.

zero

Als nächstes stand Zero auf dem Programm. Eine Formation aus Essen um Frontmann Chris Vega die sich gutem bodenständigem Rock verschrieben hat. Die vier Musiker gehen sofort zur Sache und bezaubern mit fantastischem Sound und guten Arrangements das Publikum. Wenn es richtig rockt dürfen auch die Gitarrensolos nicht fehlen und so zeigt Chris Vega auf seiner Steve Lukather Gitarre das er ein Meister seines Fachs ist und spielt sich in Ekstase. Die Klänge der Band schwanken dabei von rockigen Sounds über Dire Straits ähnliche Passagen bis hin zu Gitarrenthemen und Sounds die bei Pink Floyd entliehen sind.

So ist das Publikum gut auf den heimlichen Top-Act des Abends vorbereitet.

Sunrise Avenue

Als Robin Hiermer dann gegen 20.00 Uhr bei einsetzender Dämmerung die Bühne betrat und Sunrise Avenue ankündigte war das Freibad rappelvoll. Die Finnen gaben von der ersten Sekunde an Vollgas und rissen das Publikum mit. Samu Haber strahlte in die Menge und das er immer wieder versuchte seine Ansagen in Deutsch zu beginnen machte ihn noch sympathischer.

Derweil machte der Bassist Raul Ruutu solche Verrenkungen das man sich schon wundern musst wie er dabei noch so gut Bass spielen konnte. Er wurde dann auch als der Baletttänzer der Band vorgestellt.

Ein Reagge Intro des Gitarristen lies an den vorherigen Abend erinnern und zeigte das die Musiker alle ihr Fach beherrschen. Dabei wurde man immer wieder durch kleine Einlagen überrascht, als z.B. "No woman no cry" eingeworfen wurde oder ein Solo in "Freude schöner Götterfunken" und die Nationalhymne überging.

Die Top-Hits der Band wurden vom Publikum textsicher mitgesungen und liessen keinen Zweifel daran das es sich hier um einen absoluten Top-Act handelt.

Am Schluss des Auftritts überraschte die Band wieder mit einem Cover von Eddie van Halens Jump, wobei man sich aber fragen muss ob sie das angesichts ihrer eigenen Top-Hits überhaupt nötig hat.

Juli

Der Headliner des Abends hatte es nach so einem grandiosen Auftritt schwer anzuknüpfen und die Stimmung aufrecht zu halten. So schaute Eva Briegel von der Band Juli erst einmal in erstaunte Gesichter als sie mit eher leiseren Tönen ihren Auftritt begann. Mit Holzfällerhemd und lieblos zusammengebundenen Haaren machte sie nicht den Eindruck als wäre sie eine der Großen in der deutschen Musikszene. Da halfen auch keine Winkekatzen.

Der Innenraum wurde dann auch deutlich leerer und die vielen Menschen die dem Ausgang zustrebten zeigten damit klar für wen sie gekommen waren. So musste sich Eva Briegel die Gunst des Publikums erst erarbeiten. Dies gelang ihr dank der vielen Top-Hits die Juli zu bieten hat aber dann doch recht schnell so das "die perfekte Welle" durch das Hengsteyer Freibad rollen konnte und es noch eine "Geile Zeit" wurde.

Das sich die Sängerin mit dem Ort dieses Konzertes auseinander gesetzt hatte wurde klar als sie den running Gag des Abends erklärte. Da der Gitarrist der Band auf den Spitznamen Hagens hört wünschte sich Eva Briegel das auf ihr "Hallo Hagen" das Publikum mit "Hallo Hagens" antwortete. Dieses Spielchen wurde dann auch mehrmals zelebriert.

Mit dem diesjährigen Seegeflüster haben die Veranstalter die Meßlatte auf jeden Fall wieder ein Stück höher gelegt. Das wurde auch deutlich als Robin Hiermer am Schluß mit einem Schmunzeln erzählte das sich Fans auf der Seegeflüster Seite bei Facebook für das nächste Jahr Bon Jovi gewünscht hätten.

Positiv zu erwähnen ist auch das es in diesem Jahr einen extra Bereich für Behinderte Menschen gab in dem sie eine gute Sicht auf die Bühne hatten, nachdem diese im letzten Jahr ziemlich rüde von der Security zurückgewiesen wurden.

Der Shuttleverkehr wurde von den Hagener Verkehrsbetrieben wieder reibungslos bedient, so das 6000 Menschen problemlos nach Hengstey und wieder zurück kommen konnten.


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